#83: National Security Science and Technology Strategy, SK Hynix' KI-Infrastruktur-Roadmap, neue Lieferketten-Engpässe
Shownotes
USA-Techstrategie, SK hynix CPO-Roadmap und neue Engpässe in der Halbleiter-Lieferkette | What’s Chippening
Datum: 21.08.2026 | Moderation: Julia Nitzschner | Expertin: Antonia Hmaidi
In Folge 83 von What’s Chippening geht es um die neue National Security Science & Technology Strategy der USA und die Rolle von Halbleitern im Technologiewettbewerb mit China. Außerdem sprechen wir über die CPO-Roadmap von SK hynix für KI-Infrastruktur, mögliche Engpässe bei Halbleiter-Fertigungsequipment und Leiterplattenmaterialien sowie über Advanced Packaging, Quantencomputing und neue Assembly-and-Test-Kapazitäten von NXP.
Thema 1: USA definieren Halbleiter als Schlüsseltechnologie für nationale Sicherheit und Wettbewerb mit China
Die neue National Security Science & Technology Strategy (NSSTS) der USA verbindet Wissenschafts- und Technologiepolitik noch enger mit nationaler Sicherheit. Halbleiter und Mikroelektronik gehören ausdrücklich zu den Critical and Emerging Technologies – von Advanced Manufacturing und Advanced Packaging über KI-Hardware und Photonik bis zu MEMS und neuen Materialien.
White House: National Security Science & Technology Strategy 2026
Thema 2: SK hynix zeigt CPO-Roadmap für optische Verbindungen, HBM und KI-Infrastruktur
SK hynix stellt eine Roadmap für Co-Packaged Optics (CPO) vor, mit der Daten in großen KI-Systemen künftig verstärkt optisch statt elektrisch übertragen werden sollen. Perspektivisch sollen photonische Interposer, KI-Beschleuniger und gemeinsame Memory Pools enger zusammenwachsen – ein weiterer Schritt vom einzelnen Speicherchip hin zur Systemarchitektur für Künstliche Intelligenz und High Performance Computing.
SK hynix: CPO-Roadmap für optische Interconnects und skalierbare KI-Systeme
Thema 3: KI-Boom sorgt für neue Engpässe bei Chipfertigungsmaschinen und Leiterplattenmaterialien
Die stark steigende Nachfrage nach KI- und HPC-Infrastruktur belastet zunehmend unterschiedliche Teile der Halbleiter-Lieferkette. Während für bestimmte Fertigungsanlagen von Applied Materials, Lam Research, KLA und Tokyo Electron Lieferzeiten von bis zu 18 bis 24 Monaten genannt werden, warnen Würth Elektronik und STARTEAM GLOBAL zugleich vor Engpässen bei Materialien für leistungsfähige Leiterplatten.
ComputerBase: Lieferzeiten für Halbleiter-Fertigungsequipment steigen auf bis zu 24 Monate
Würth Elektronik: Mögliche Engpässe bei Materialien für Leiterplatten und KI-Infrastruktur
Kurz-News
Kurz-News 1: Micross übernimmt AEMtec und stärkt Advanced Packaging für Aerospace und Defense in Europa
Der US-Mikroelektronik-Spezialist Micross Components übernimmt AEMtec aus Berlin und erweitert damit seine europäischen Kapazitäten für Advanced Packaging, Test und Integration sowie sein Geschäft mit Aerospace-, Defense- und Space-Anwendungen.
Semiconductor Today: Micross übernimmt den deutschen Advanced-Packaging-Spezialisten AEMtec
Kurz-News 2: IBM verbindet modulare Kryosysteme auf dem Weg zum Quantencomputer Starling
IBM hat erstmals zwei modulare kryogene Systeme gekoppelt und damit einen wichtigen Baustein für die Skalierung supraleitender Quantencomputer demonstriert. Die Architektur soll künftig mehrere Quantenprozessoren verbinden und ist Teil von IBMs Roadmap zum für 2029 geplanten fehlertoleranten Quantencomputer Starling.
IBM: Modulare Kryosysteme für skalierbares und fehlertolerantes Quantencomputing
Kurz-News 3: NXP baut Assembly-and-Test-Fertigung in Malaysia für ESMC und VSMC aus
NXP Semiconductors erweitert seinen Assembly-and-Test-Standort in Petaling Jaya um rund 46.500 Quadratmeter und will die Produktion ab dem ersten Quartal 2028 hochfahren. Die zusätzlichen Backend-Kapazitäten sollen unter anderem das erwartete Produktionsvolumen der Foundry-Joint-Ventures ESMC in Dresden und VSMC in Singapur unterstützen.
Evertiq: NXP erweitert Assembly-and-Test-Kapazitäten in Malaysia
Influencer der Woche: Asianometry
Asianometry beschäftigt sich auf YouTube ausführlich mit der Halbleiterindustrie, Technologiegeschichte, asiatischen Chipunternehmen und globalen Lieferketten.
YouTube: Asianometry zu Halbleitern, Technologie und asiatischer Chipindustrie
What’s next?
Silicon Saxony After Work Summer Lounge am 26. August 2026 in Dresden
Am 26. August trifft sich das Silicon-Saxony-Netzwerk von 17 bis 22 Uhr zur After Work Summer Lounge im Ostra Beach Dresden.
Silicon Saxony: After Work Summer Lounge 2026 in Dresden
Oxford Semiconductor Conference im Oktober 2026
Die Oxford Semiconductor Conference bringt im Oktober Akteure der britischen und internationalen Halbleiterindustrie zusammen.
Oxford Semiconductor Conference: Aktuelle Informationen auf LinkedIn
NVIDIA GTC Europe vom 20. bis 22. Oktober 2026
Bei der NVIDIA GTC Europe stehen Künstliche Intelligenz, Accelerated Computing, KI-Infrastruktur und die Weiterentwicklung von Hardware und Software für AI-Systeme im Mittelpunkt.
Transkript anzeigen
00:00:02: Hallo und herzlich willkommen bei What's Jippening dem Podcast, der einmalwächentlich Halbleiter News erklärt – und einordnet.
00:00:09: Ihr hört Folge eighty-three und das sind unsere Themen!
00:00:13: National Security Science and Technology Strategy der USA.
00:00:17: SK Heinigst veröffentlicht Roadmap für neue KI-Infrastruktur Verschiebungen & Engpässe entlang der Halbleit der Lieferkette.
00:00:24: Und außerdem in dieser Folge, Micros übernimmt AEM-Tech und baut europäische Advanced Packaging & Defense Kapazitäten aus.
00:00:32: IBM schafft Grundlage für die Verbindung mehrerer Quantenchips – und NXP baut Asamplientestfertigung in Malaysia aus!
00:00:39: Mein Name ist Julia Nitschner und gemeinsam mit Antonia Hamadi spreche ich über die wichtigsten Halbplatter News der Woche, damit ihr nicht nur bestens informiert ins Wochenende sondern vor allem auch in die neue Woche startet.
00:00:51: Bleibt also dran?
00:00:52: Es lohnt
00:00:52: sich!".
00:00:55: Liebe Antonia, ich begrüße dich ganz herzlich in unserem Podcast.
00:00:59: Ich danke dir, dass du so spontan für den Frank eingesprungen bist.
00:01:03: Denn der ist krank und konnte die Aufnahme heute leider nicht machen bzw.
00:01:08: eigentlich gestern muss man sagen denn wir nehmen ja normalerweise Donnerstag auf und jetzt ist schon Freitag früh es ist ziemlich genau acht Uhr neun ähm ja also ganz liebe Genesungswünsche gehen natürlich raus an Frank aber ich bin super dankbar das du da bist!
00:01:21: Also nicht nur das du dabst sondern auch das du darbist denn ich denke dass du mit deiner Expertise heute ganz wunderbar zu unseren Thema passt.
00:01:29: Also erst mal noch mal herzlich willkommen!
00:01:32: Vielleicht kannst du dich ja mal ganz kurz vorstellen, du hast ja bei unseren Silicon Sexy Days in diesem Jahr auch schon das Panel zur Supply Chain Resilience moderiert und es hat so ganz wunderbar gemacht.
00:01:43: also wer da war kennt die sowieso schon aber es waren ja nicht alle unserer Hörerinnen und Hörern.
00:01:48: deshalb stelle ich doch nochmal ganz kurz vor.
00:01:50: Sehr gerne vielen Dank für die Einladung und natürlich hoffe ich dass es Frank ganz bald wieder besser geht.
00:01:58: Ich bin Antonia Hamaiti.
00:01:59: Ich leite den Bereich für Wissenschaft, Technologie und Innovation am Mercator-Institut für China Studien wo ich mich vor allem mit Chinas Streben nach technologischer Eigenständigkeit unter anderem im Halbleiterbereich beschäftige und eben auch was das für uns in Europa bedeutet wie wir in Europa damit umgehen müssen und gerade auch mit dem großen Wettbewerb zwischen China und den USA der ja heute auch Thema sein wird.
00:02:24: Genau, ich wollte grad sagen.
00:02:25: Da sind wir schon fast im Thema!
00:02:27: Bevor wir aber starten... Ich weiß gar nicht, hörst du eigentlich unseren Podcast selber auch?
00:02:30: Denn dann weißt Du was jetzt
00:02:31: kommt?!
00:02:32: Ähm ja tatsächlich höre ich den auch, aber ich muss zugeben mich schaffe es nicht jede Woche.
00:02:37: Ja der wird ja auch immer länger als auch nicht
00:02:38: so leicht.
00:02:40: Das ist ja meistens so wenn man mal anfängt zu reden, hört man gar nicht mehr auf.
00:02:44: Ja genau, wir geben uns Mühe.
00:02:46: Aber ja dann weist Du zumindest dass das Wort der Woche kommt.
00:02:49: deshalb Frage ich dich natürlich auch, was ist denn dein Wort der Woche?
00:02:54: Was also die Woche hinter uns liegt insbesondere besonders gut zusammenfasst.
00:02:59: Mein Wort der Woche ist in Deutschland etwas sperrig, Hilfstechnologie im Englischen Enabling Technology.
00:03:06: Also dass wir eben sehen wie wichtig nicht nur diese Headline Technologien sind also nicht nur die GPUs, die KI-Beschleuniger von Nvidia sondern auch da Wie kann man diese GPUs miteinander integrieren?
00:03:19: Wie sieht es mit Leiterplatten aus das eben Das ganze Ökosystem wichtig ist und wir manchmal glaube ich zu viel über Keine Technologien sprechen nur ein bisschen zu wenig über die renzend Hilfstechnologie.
00:03:32: Absolut, kommen wir dann auch gleich noch mal dazu um dem ein bisschen entgegenzuwirken.
00:03:37: Mein Wort der Woche ist tatsächlich diese Woche sehr persönlich geprägt und zwar ist es versehrt.
00:03:42: das hatten wir auf jeden Fall nicht.
00:03:44: Das betrifft jetzt nicht nur den Frank sondern auch mich.
00:03:46: ich bin auch ein bisschen versehrtt.
00:03:48: also ja dass hat jetzt so meine woche neben der halbhalter news die wir heute besprechen geprägte.
00:03:55: Aber lasst uns mal zu ersten News kommen, du hast es gerade gesagt.
00:03:59: Du bist eine ausgewiesene China-Expertin und du arbeitest eben wie gesagt beim Mercato Institute for China Studies.
00:04:05: Das gehört weltweit zu den Top... Thinktanks für China fragen.
00:04:09: Deshalb bin ich jetzt auch absolut auf deine Sichtweise und deiner Einordnung und Einschätzung unserer ersten News so gespannt, denn wir wollen über die neue National Security Science and Technology Strategy kurz NSSTS sprechen, die vom Weißen Haus diese Woche veröffentlicht wurde.
00:04:25: Das Papier ist ja gewissermaßen die technologiepolitische Ergänzung zur national security strategy von zwanzig fünfundzwanzig.
00:04:34: Es beschreibt demsofolge wie die USA ihre Wissenschaftsforschung und Technologiekapazitäten einsetzen wollen, um eben die übergeordneten nationalen Sicherheitsziele zu erreichen.
00:04:45: Und gleichzeitig knüpft sie auch an den Chips and Science Act an, denn der fordert nach jeder neuen National Security Strategy auch die Rolle von Wissenschaft, Forschung und Innovation für die nationale Sicherheit zu definieren – das macht diese Strategie jetzt!
00:05:01: Was ich erst in der Recherche gelernt habe aber auch ganz spannend fahrend war ist zwar auch in den letzten Jahren immer wieder ähnliche Strategie-Papiere gab.
00:05:08: Aber genau unter diesem Titel gab es das zuletzt, aber nach dem Ende des Kalten Krieges setzt Washington seinerzeit auf Engagement and Enlargement also stärker auf internationale Kooperationen darauf starten wie Russland und China politisch wirtschaftlich und wissenschaftlich stärker einzubinden.
00:05:33: heute steht Ja, vielmehr der technologische Wettbewerb mit strategischen Konkurrenten im Mittelpunkt und technologischer Führerschaft wird ausdrücklich als National Security Ziel definiert.
00:05:44: Und dabei gibt es vier Säulen in dieser Strategie – und zwar wollen die USA erstens den technologischen Wettbetrieb auf die eigenen Stärken konzentrieren, zweitens technologisch widerstandsfähiger werden.
00:05:56: Drittens, Innovationen beschleunigen.
00:05:59: Und viertens, kritische Technologien vor Diebstahl-, Umleitung- oder Ausnutzung durch Gegner schützen.
00:06:06: Dabei sind jetzt Halbleiter und das ist ja das was uns immer am meisten interessiert – nicht nur eine Randnotiz!
00:06:11: Du hast dir das Papier angeguckt, welche Rolle spielen Sie denn für die amerikanische Sicherheitspolitik?
00:06:16: Wie soll diese technologische Basis gesichert und ausgebaut
00:06:20: werden?!
00:06:20: Also im Katalog der sogenannten Critical and Emerging Technologies in dieser Strategie werden Semiconductors und Microelectronics, also Halbleiter- und Mikroelektronik tatsächlich genau als eigener Bereich ausgeführt.
00:06:33: Und als eine der Schlüsseltechnologien genannt mit denen die USA die technologische Überlegenheit ihres Militärs sichern will.
00:06:40: Besonders auffällig ist, dass Halbleiter als wichtig für quasi alle Ziele eingeschätzt wird.
00:06:45: Also es gibt da so einen Anhang wo eben beschrieben wird auf welche Ziele zahlt diese Technologie ein?
00:06:51: und das Ergebnis ist die halbleiterzeit quasi auf alle Zielen ein.
00:06:57: Das ist auch, wie wir Halbleiter oft verstehen.
00:07:01: Da passt auch wieder dieses Halbleitern sind in dieser Strategie dann auch eher eine Hilfstechnologie wenn man so möchte die eben dabei unterstützt dass man zu mehr Automatisierung kommt zum RKI zu all diesen Dinger was auffällt.
00:07:14: ist das die Strategie nicht sehr ins Detail geht.
00:07:18: Das ist relativ typisch für amerikanische Strategien, die sind oft eher gut klingende aber nicht ganz so detaillierte Informationen drin wo es eben eher darum geht dass die Regierung rauslegt, was sind unsere Ziele und weniger darüber, wie genau sie die jetzt erreichen will.
00:07:38: Also es gibt zum Beispiel keine quantitativen Ziele wo Sie sagen wir wollen, dass das globalen Halbleitermarkt das haben oder sowas, was man sich ja auch vorstellen könnte in der Strategie.
00:07:49: Das ist aber nicht die Natur dieses Strategie-Papiers für die USA.
00:07:55: Und bei Halbleitern haben sie sich dann auch eine ganze Reihe von Technologien aufgeschrieben, die auch relativ offensichtlich sind an vielen Bereichen.
00:08:04: also da geht es dann irgendwie Design Automation klar darüber sprechen wir immer fürs Militär ganz besonders relevant Micro Electromechanical und Nano Electromecanical Systems.
00:08:15: Also wie können Halbleiter in der realen Welt mehr interagieren.
00:08:20: Wie verwendet man Mechanik mit sozusagen der Elektrik von Hypeleitern und natürlich auch die heterogene Integration und Advanced Packaging?
00:08:29: Also da kommt man dann auch wieder zu diesen Hilfstechnologien, wo es eben nicht darum geht dass man das speziell um jetzt diesen KI-Tipp geht sondern wie kann man diesen KI Tip mit ganz vielen verschiedenen Komponenten so kombinieren, dass er sehr gut nutzbar wird.
00:08:45: Ja, also dann quasi am Ende so ein bisschen das System.
00:08:48: Da kommen wir ja heute auch noch dazu... Jetzt kommt die Strategie ja nicht aus dem Nichts!
00:08:52: Deshalb würde mich mal interessieren inwieweit sie sich inhaltlich aber eben dann auch strategisch an die Aktivitäten anschließt, die die US-Regierung so in den letzten Monaten oder mehr man kann schon fast sagen Jahren etablierte hat.
00:09:05: Also wer mehr Jahr und darüber haben wir im Podcast schon häufig gesprochen diese sehr komplexe Grundsituationen.
00:09:11: Also einerseits sehen die USA ihre technologische Führungspose insbesondere durch China herausgefordert.
00:09:17: Andererseits ist die Halbleiter Wertschöpfungskette eben auch international extrem verzahnt, man kann also nicht und da geht es dann nicht nur um seltene Erden oder auch um Equipment und bestimmte Haltleite ohne internationale Partner agieren.
00:09:30: Und das hatten Frank und ich neulich im Zuge des SEA Reports in Folge Achtzig besprochen.
00:09:36: Auch der ausländische Absatzmarkt ist für die US-Halbleit der Industrie extrem Wichtig.
00:09:42: Wenn man sich jetzt dieses Spannungsfeld mal anguckt, wie adressiert die Strategie das konkret?
00:09:48: Die Strategie macht es tatsächlich aus meiner Sicht relativ geschickt in dem sie eine sehr klare Unterscheidung zwischen den adversary countries also den Feinden oder Gegnern wo eben China dazu gehört unternimmt und auf der anderen Seite die Alliierten.
00:10:04: diese Strategie ist etwas positiver eingestellt gegenüber Alliierten als manch andere Regierungsverlautbarungen im letzten Jahr, würde ich sagen.
00:10:16: Weil an einigen Stellen tatsächlich geschrieben wird... die USA nicht alleine kann.
00:10:22: Da wollen wir mit Alliierten zusammenarbeiten, das ist zu einem gewissen Grad eine Veränderung zumindest in der Tonalität.
00:10:30: wo eben in der Strategie aus meiner Sicht auch sehr vorsichtig formuliert wird dass immer da wo es darum geht wir wollen nichts auf dem Ausland steht.
00:10:38: adversary dabei also dann ist eben sehr klar die usa hat ja sehr klar definiert sie haben einige adversary countries Die wichtigsten sind China Russland Iran und Nordkorea gehört auch dazu klar.
00:10:51: Durch diese Unterscheidung konnten sie eben sehr gut der aktuellen Situation Rechnungen tragen und gleichzeitig aber zumindest die Tür offenhalten für Kooperation, insbesondere innerhalb der NATO.
00:11:02: Die NATO selbst wurde nicht genannt Aber es gibt durchaus Referenzen, die ich als auf den NATO bezogen interpretieren würde.
00:11:10: Okay, das ist ja schon mal positiv.
00:11:12: Aber du hast jetzt gesagt die Strategie ist nicht sehr konkret?
00:11:15: Jetzt gibt es ja aber trotzdem und da würde ich gern einfach noch ein paar gerne ansprechen eben verschiedene Maßnahmen der letzten Monate, die auch ganz bewusst sag' ich mal wieder forciert wurden.
00:11:25: also der US Chips & Science-Akti hatte eine längere Pause.
00:11:29: Jetzt gab's da wieder einige Ankündigungen.
00:11:31: in der letzten Zeit werden in Folge neunundsebzig drüber gesprochen Auch mit einer strategischen Verschiebung.
00:11:37: Also angefangen hat er das ja mit Milliarden für große Fälle Und jetzt geht es eben zu gezielten Förderungen strategischer Technologien und Kompetenzen, die benötigt werden um zum Beispiel bestimmte Ziele zu erreichen.
00:11:48: Aber es gab auch das Secure Enclave Programme.
00:11:50: da ging es um sicheren Zugang zu in den USA gefertigten fortschrittlichen Tipps für besondere sensible Anwendungen insbesondere für das Verteidigungsministerium.
00:12:00: Wir haben schon häufiger über Paxillica gesprochen so was ist jetzt gerade gesagt?
00:12:04: also das zählt dann quasi in die Richtung der Alliierten.
00:12:07: Da geht's um trusted partners die dort im Fokus stehen entlang der gesamten, vor allem KI Wertschöpfungskette.
00:12:14: Es gab aber auch den Entwurf des Matchacts bei der es um eine stärkere Angleichung von Exportkontrollen gibt.
00:12:21: also... Diese Maßnahmen und dann viele andere natürlich.
00:12:23: Zölle, Zollandrohungen in Exportbeschränkungen, Exportverbote, Beteiligung von US-Regierungen an Unternehmen aber auch an Unternehmensumsätzen im Ausland also ein ganzes Bündel verschiedener Maßnahmen werden die jetzt trotzdem in dieser Strategie irgendwie mit genannt werden?
00:12:38: Die eingeordnet werden die bewertet noch mal anders adressiert kannst du dazu was sagen?
00:12:44: Tatsächlich werden ein Großteil dieser Maßnahmen nicht direkt genannt, aber durchaus sozusagen die Inhalte dieser Maßnahmen erwähnt.
00:12:54: Also es wird erwähmt dass die Exportkontrollen angepasst werden sollen wo zwei Seiten erwähnend werden nämlich auf der einen Seite stärkere Exportkondrollen und auf der anderen Seite aber auch Entbürokratisierungen in bestimmten Bereichen, wo es dann vielleicht auch darum geht, bestimmte Exportkontrollen nicht mehr zu machen.
00:13:14: Es wird erwähnt, dass man eben mit Alliierten und Partner zusammenarbeiten möchte.
00:13:19: Das konkrete Instrument das erwähnte wurde sind Verträge die die Trump-Regierung mit verschiedenen Partnern getroffen hat damit diese Partner in der USA in die Defense Industrial Base investieren insbesondere Japan, Großbritannien.
00:13:35: Die haben das schon, andere Länder sollen das noch kommen.
00:13:39: Es wird sehr klar sozusagen.
00:13:41: die Ideen werden sehr klar weitergeschrieben aber es werden jetzt nicht explizite Themen angesprochen.
00:13:47: Das liegt zum Teil auch daran wie das US-System aufgebaut ist.
00:13:51: der Match Act zb kommt aus dem Kongress was eben bedeutet dass das White House jetzt selten wirklich wenn doch nicht hundertprozentig klar ist dass es die Mehrheiten gibt verabschiedet wird, das jetzt direkt erwähnen würde.
00:14:04: Bei anderen Sachen ist es dann eher so dass diese Strategie sozusagen den verschiedenen Ministerien sagt hey bei allem was ihr macht sorgt bitte dafür dass dieses Thema mit eingepreist wird
00:14:16: ist ja auch am Ende der Sinn einer Strategie.
00:14:18: Jetzt richtet sich das Papier nicht ausschließlich gegen China, aber China wird ausdrücklich genannt.
00:14:23: in den letzten Monaten.
00:14:25: Ja da kann man eigentlich sagen hatten wir immer so ein hin und her vor allem mit Blick auf Technologien und deren Verfügbarkeit von Druck-und Gegendruck.
00:14:33: die Strategie selbst sagt deshalb dass die USA Reaktionen mitdenken und immer wieder auch neu bewerten müssen.
00:14:39: Deshalb interessiert Mich und da bin ich sehr froh über deine Expertise.
00:14:43: Jetzt noch mal die chinesische Seite, mit welcher Reaktion aus China rechnest du?
00:14:47: Oder rechnst du überhaupt erst einmal nur einen Rahmenwerk mit irgendeiner Reaktionen?
00:14:52: Momentan sind wir in einer Situation wo sowohl China als auch die USA die ganze Zeit kleine Maßnahmen treffen.
00:15:00: also die USA hat vor ein paar Wochen chinesische Roboterverband aus dem amerikanischen Markt.
00:15:06: China hat Sanktionierungen vorgenommen, aber beide Seiten aus meiner Sicht sehr stark auf strategische Stabilität aus sind und gerade auch den Besuch von Trump in Peking vorbereiten.
00:15:17: Ich würde erwarten dass jetzt bei dieser Strategie die ja wirklich sehr unkonkret ist Die Reaktionen sich sozusagen verbale Reaktionen beschränken wird.
00:15:28: Also es wird definitiv die Regierung spätestens in der Preußekonferenz des Auswärtigen Amts, das chinesischen Auswärtige Amt wird dazu gefragt werden und wird irgendwas sagen.
00:15:38: aber ich würde jetzt nicht erwarten dass da jetzt konkrete Reaktion kommen, dass damit irgendeine Art von Sanktionierung einhergeht, dass neue Exportkontrollen kommen weil das halt so unkonkret ist.
00:15:52: normal, das ist das was halt Regierungen machen.
00:15:54: Die schreiben solche Pläne auf und diese Strategie war jetzt auch nicht besonders... Also für amerikanische Dokumente war sie tatsächlich nicht besonders stark gegenüber China, wenn man so möchte.
00:16:05: Sie hat dann ganz vielen Stellen wo man vielleicht sagen könnte es könnte Probleme geben.
00:16:09: hat sich zum Beispiel das Land nicht genannt?
00:16:11: also wird gesagt ja die amerikanischen Führerschaft in Technologie wird von neuen Ländern die wirtschaftlich aufsteigen infrage gestellt.
00:16:20: da steht denn aber nicht china dabei.
00:16:22: dass ist halt schon sehr.
00:16:23: also das wirkt für mich schon sehr als wäre es auch so designt dass es eben nicht unbedingt zu einem neuen krassen diplomatischen Inzidenz führen würde.
00:16:31: Ja, und da würde mich jetzt nochmal die andere Seite interessieren also auf chinesischer Seite gibt es ja als vielleicht vergleichbares Strategiedokument den fünftzehnten fünf Jahresplan so zwanzig sechsundzwanzig bis zwanzich dreißig.
00:16:44: wie unterscheidet sich der denn mit Blick auf Ziele und Inhalte von dem amerikanischen Dokument?
00:16:50: Also der Fünfzehnte-Fünfjahresplan ist zum gewissen Grad deutlich breiter als das amerikanische Dokument, weil es halt nicht nur um nationale Sicherheit im engeren Sinne geht.
00:17:00: Sondern um den Plan in China für die Entwicklung der Wirtschaft und der Gesellschaft von allem hat.
00:17:06: Wenn wir jetzt genau die Sachen anschauen wo wir sozusagen Überschneidung sehen.
00:17:10: zum einen Technologieentwicklung.
00:17:13: ich würde sagen Der chinesische plan ist detaillierter was technologieentwickeln angeht und erwartet auch noch, dass jetzt in den nächsten Monaten zu einzelnen Technologien aus einzelnen Ministerien deren eigene fünf Jahrespläne rauskommen.
00:17:26: Das ist schon zum Teil passiert aber da kommen auch noch welche!
00:17:29: Der chinesische Plan unterscheidet die Technologin zb.
00:17:32: eine ganze Reihe von verschiedenen Kategorien und sagt Halbleiter Auf da gehört zu den Kerntechnologien, also dass das für alles relevant ist.
00:17:41: Aber sagt dann zum Beispiel auch verkörperte KI ist Teil einer Zukunftsindustrie die wir aufbauen wollen und es damit deutlich breiter gleichzeitig aber auch etwas weniger explizit in Bezug auf die nationale Sicherheit und vor allem in Bezugs auf die Anwendung dieser Technologien im Militär.
00:18:02: aus meiner Sicht liegt das hauptsächlich daran dass die chinesische Regierung eben Sorge hat etwas veröffentlichen würde, wo es sehr klar wäre.
00:18:09: Dass dann sehr viel Kritik aus dem Ausland käme und vor allem aus Europa auch.
00:18:14: vielleicht neue Diskussionen darüber sollten wir mit China zusammenarbeiten.
00:18:18: Deswegen haben wir in den letzten Jahren gesehen dass das Equivalent zu so einer Strategie heute aus China nicht mehr veröffentlicht würde.
00:18:27: Es gibt sowas auf jeden Fall und es gibt da auch verschiedene auf verschiedenen Ebenen, aber es wird halt nicht mehr veröffentlicht weil eben die insbesondere die Military Syrup Fusion also die Idee das irgendwie zivile Technologie im Militär landen soll.
00:18:42: Das hat vor allem in den USA aber auch in Europa sehr viel Sorge ausgelöst
00:18:47: Wenn man jetzt nochmal nach Deutschland und dann auch noch Europa blickt, wie sie es zu uns da strategisch vorbereitet und positioniert.
00:18:55: Also in Deutschland haben wir die Hightech-Agenda mit ihren Roadmaps und entsprechenden Zielvereinbarungen.
00:19:02: Agieren wir da auf Augenhöhe?
00:19:04: Aus meiner Sicht agieren wir momentan nicht auf
00:19:07: Augenhöhe.
00:19:08: Die Hightec-Agienda ist ein sehr guter erster Schritt der jetzt aber halt wirklich mit Leben gefüllt werden muss.
00:19:16: Schöne an der Strategie aus den USA gerade ist, dass sie eben ein klares Ziel benennen oder einige klare Ziele benennen.
00:19:24: Das sind die Technologien von denen wir glauben das wir sie brauchen um zu diesem Ziel zu kommen und dass sie auch eine klare Unterscheidung implizit vornehmen zwischen Wirtschaft und nationaler Sicherheit.
00:19:37: Die Hightech-Agenda, die unternimmt diese Unterscheidenung nicht hundertprozentig was man natürlich auch argumentieren kann.
00:19:43: das ist Absicht.
00:19:44: Das soll sie eben auch nicht weil es für Deutschland als Standort auch super wichtig ist in diesen Zukunftstechnologien relevant zu sein Auch für die Sicherheit.
00:19:53: aber was uns fehlt an ganz vieler Stelle Eine wirklich gute Einschätzung davon, welche Technologien braucht die Bundeswehr zum Beispiel?
00:20:01: Es gab dazu letztes Jahr ein Dokument das veröffentlicht wurde wo es eben unter anderem um die Defense Industrial Base ging.
00:20:09: aber auch da wurden Zukunftstechnologien nicht direkt sozusagen eingeführt als das sind die Technologen die die Bundeswehr braucht für dieses Ziel.
00:20:18: Ja spannend vor allem wirklich deine Einblicke.
00:20:20: ganz vielen Dank dafür.
00:20:22: wir Wir haben schon ein bisschen geredet, deshalb kommen wir mal zur News zwei und werden ein bisschen technologischer.
00:20:28: Eben weil auch die Technologien ja so wichtig sind!
00:20:30: Und wir wollen über SK Heinigs sprechen und deren neue CPO Roadmap.
00:20:35: veröffentlicht wurde.
00:20:36: diese gestern also am zwanzigsten August.
00:20:38: Die zugrunde liegende Arbeit ist im Fachjournal Nature Electronics erschienen.
00:20:43: Beteiligt waren neben SK Hainigs unter anderem Forschende von Universitäten aus den USA aus Singapur und Südkorea häufig im Podcast hatten, nämlich dass die KI-Systeme immer leistungsfähiger werden.
00:20:57: Aber Daten nicht schnell genug zwischen Prozessoren speichern und letztendlich auch ganzen Servern transportiert werden können und laut SK Heinecks hat sich die Rechenleistung in einem typischen zwei-Jahreszeitraum etwa verdreifacht.
00:21:12: Die Bandbreite der Verbindungen aber nur um den Faktor eine Komma vier erhöht es.
00:21:16: Geheimnix spricht deshalb von einer Band with Wall, die Lösung dafür sollen Co Packaged Optics also eben CPOs sein.
00:21:26: wir haben schon immer mal über die Datenübertragung mittels Licht gesprochen.
00:21:30: trotzdem und vor allem für diejenigen die heute zum zum ersten Mal zuhören, was sind CPOs?
00:21:35: Wo liegen Ihre Vorteile bzw.
00:21:38: warum stoßen die bisherigen elektrischen Verbindungen überhaupt an ihre Grenzen?
00:21:43: Im Grunde geht es eigentlich darum, Daten dort mit Licht zu übertragen wo elektrische Kupferverbindungen zunimmt ineffizient werden.
00:21:50: Man möchte Daten mit Licht übertragen weil man dann die Lichtgeschwindigkeit nutzen kann oder die Licht-Geschwindigkeit im Medium ist ein bisschen geringer aber deutlich höher als alles was über Kupfe geben kann Und das hat man schon gemacht in der Vergangenheit, dass heute optische Transceivers sind.
00:22:09: Das sind ja im Prinzip eben optische Verbindungen und dann ist da ein kleiner Tipp drin, der die elektronischen Signale in Optische umwandelt, Server miteinander verbinden.
00:22:24: Also in so einem riesigen Data Center sieht man eben die einzelnen Racks oder die einzelne Servers, diese sind verbunden durch diesen optischen Transceiver.
00:22:35: Aber das Problem ist immer noch dass innerhalb der einzelnen Server ganz viel Kruppfer zum Einsatz kommt und da wird ganz viele Daten übertragen auch hoffentlich sehr schnell weil der Server muss die ganze Zeit mit mit dem Speicher sprechen, um eben da Dinge hin und her zu transferieren.
00:22:53: Und es geht darum dass man diese Verbindungen die man heute sozusagen durch Kupfer macht ersetzt dadurch das optische Komponenten nicht soweit weg sind sondern direkt Teil des Packages sodass eben nur innerhalb des Packages selbst diese Kupferverbindungen zum Einsatz kommen, wo sie halt wirklich besser sind und dann aber sofort außerhalb dieser optische Verbindung zum Einsatz kommt.
00:23:19: Das ist vor allem relevant für die Verbindung von KI-Chips zu Speicher!
00:23:26: Bevor wir von dieser Bandwith-Wall gesprochen haben, haben sehr viele Leute von der Memory Wall gesprochen.
00:23:32: Weil eines der großen Probleme war das die Prozesse immer schneller wurden und die Speichertchips aber nicht immer schneller worden.
00:23:40: Das wurde durch Highbandwith-Memory zu einem gewissen Grad gelöst dass eben man jetzt diese Chips übereinander stapelt und dadurch zum Beispiel einen so Chip hat oft acht Verbindungen die alle schnell sind.
00:23:54: Aber die Verbindung vom Chip zu diesem High Bandwidth Memory Stack war eben sehr oft oder ist oft momentan noch kupfer und damit relativ langsam.
00:24:04: Und das möchte man jetzt lösen, indem man also bei SK Heinrichs möchte man vor allem diese Optik direkt an den High BandWiz Stack bauen.
00:24:13: Okay!
00:24:14: Und kann man diesen Vorteil durch die Datenübertragung mittels Lichtern auch irgendwie in Zahlen messen?
00:24:21: SK Helux formuliert dafür ziemlich ambitionierte Zielgrößen, also ungefähr mehr als hundert Terabit pro Sekunde Bandbreite pro Note.
00:24:30: Weniger als ein Picojoule-Energie pro übertragenden Bit und eine Chiplatents von weniger als zehn Nanosekunden.
00:24:36: Ich habe mich dann mal ein bisschen informiert.
00:24:38: was bedeutet das im Vergleich zu dem was wir heute haben?
00:24:42: Heute, das was ich gefunden habe war dass wir heute bei ungefähr fünfhundert Gigabit pro Sekunde für eine Leitung sind.
00:24:50: Aber so ein Chip hat auf acht Leitungen.
00:24:52: Das heißt heute sind wir vielleicht bei vier Terabyte pro Sekunden.
00:24:55: Das ist natürlich ein riesiger Unterschied zu den hundert terabyte pro sekunde die sie damit anstreben.
00:25:00: Ja, und jetzt sagt ja so eine Roadmap nicht nur technologisch etwas aus sondern oftmals viel mehr auch noch unternehmensstrategisch.
00:25:11: Wir kennen SK Heinecks eben als ein der drei großen Speicherhersteller.
00:25:15: welche technologische aber vor allem auch welche strategische Entwicklung des Unternehmends liest du aus dieser Roadmap heraus oder kann man da überhaupt einer herauslesen?
00:25:26: Für mich ist die strategische Entwicklung fast interessanter als CPO selbst.
00:25:30: CPO wird auch von anderen Firmen untersucht zumindest, es gibt auch alternative Konzepte, die das gleiche Ziel haben nur mit anderen Ideen.
00:25:39: aber SK Heinox sagt ja im Grunde wir wollen nicht mehr nur der Hersteller sein, der möglichst schnell ein Speicher liefert sondern wir wollen mitbestimmen wie die gesamte KI-Infrastruktur aufgebaut wird.
00:25:49: Das ist insbesondere deswegen so interessant auch, weil der Speichermarkt heute eigentlich ein sehr, sehr regulärer Markt ist.
00:25:58: Also man kann zumindest vor HBM, kann man ohne weiteres einen SK Heinox-Speichermodul gegen einen Samsung-Speichermodul austauschen.
00:26:09: diese Firmen traditionell sehr wenig Markt macht haben, weil sie eben wissen okay es ist sehr einfach für unsere Kunden zu ändern.
00:26:16: Deswegen fand ein Großteil der Konkurrenz tatsächlich nur beim Preis statt.
00:26:21: mit dieser Entwicklung versucht SK Heinrichs jetzt rauszukommen aus diesem wirklich sehr preisbasierten Wegbewerb und die Strategie, die sich schon mit HBM zu einem Gewissengrad angefangen haben.
00:26:34: Dass sie halt wirklich einen Mehrwert bieten, dass es einen Grund gibt SK Heinox zu verwenden und das man nicht ohne weiteres durch Samsung oder ein anderer alternative Micron ist der andere dritte große ersetzen kann.
00:26:45: Und deswegen möchte SK Heinux eben zu einer Firma werden, die wirklich nicht mehr einzelne Komponenten liefert sondern die ein Partner für das ganze Ökosystem ist diese Wertschöpfung selber macht.
00:27:01: Ja, jetzt ist dieses ganze Thema.
00:27:03: Du hast es vorhin schon gesagt ja eng mit dem Thema KI und dem Ausbau von KI-Recheninfrastruktur verbunden.
00:27:10: also nicht nur Speicher und deren Knappheit spielt da eine Rolle sondern auch die Knapped an vielen anderen Stellen.
00:27:16: Und das ist eigentlich die perfekte Überleitung zu unserer dritten News Denn wir wollen ein bisschen über bottlenecks oder Engpässe sprechen.
00:27:24: Diese Woche gab es zwei News Die beide durch den KI Hype getriggert oder mit dem KI Hybe erklärt wurden aber unterschiedliche Stellen der Wertschöpfungskette betreffen.
00:27:35: Und zwar hat Computerbase am neunzehnten August über deutlich gestiegene Lieferzeiten für Halbleiter Fertigungsequipment berichtet, bei bestimmten Maschinen von Applied Materials, Lamb Research, KLA oder Tokyo Electron werden inzwischen achtzehn bis vierundzwanzig Monate genannt – bei ASML sieht es je nach System ein bisschen anders aus, aber auch dort ist die Nachfrage hoch.
00:27:57: Das betrifft also genau die Maschine, werden, um die zusätzlichen Halbleiterkapazitäten über die wir ständig sprechen überhaupt aufzubauen.
00:28:06: Und dann gab es am achtzehnten auch groß, also ein Tag vorher eine Meldung von Virt Electronic und Star.
00:28:13: Stream Global, die an einer ganz anderen Stelle ansetzt.
00:28:17: Die warnen nämlich vor Engpässen bei Materialien für Leiterplatten unter anderem bei Kupferlaminaten, Kupfafolien, Pre-Pregs Hochleistungsharzen und Glasfasergeweben.
00:28:28: als ein wesentlicher Treibern nennen sie ebenfalls KI Rechenzentren und High Performance Computing deren Leiter platten sollen drei bis fünf mal so viele Lagen benötigen wie konventionelle Chips also die des High Performance für die Chipproduktion und andererseits über knappe Materialien, für die Systeme mit denen diese Chips am Ende eingesetzt werden.
00:28:48: Bevor wir darauf näher eingehen also inhaltlich vielleicht erstmal ganz allgemein gefragt müssen wir uns einfach daran gewöhnen dass es langfristig keine gesicherten Lieferketten mehr geben wird.
00:28:58: das ist also bedingt durch entweder geopolitische Spannungen oder eben auch diesen massiven Ausbau bei KI Infrastruktur zu immer neuen Engpässen an allen Punkten der Wertschöpfungskette kommen wird.
00:29:10: Zu einem gewissen Grad gab es diese Lieferketten-Engpässe immer.
00:29:14: Ich erinnere mich nur daran, ich glaube das war im Jahr den Taifun in Thailand und daraufhin dann auf einmal Speicher knapp wurde.
00:29:24: Und zwar wirklich relativ langweiliger Speicher also so Festplatten oder sowas.
00:29:30: Das heißt, dass ist immer mal vorgekommen.
00:29:32: Das war aber früher etwas was nur selten vorgekommen ist.
00:29:35: Wie gesagt, ich erinner mich noch an was das zehn Jahre her ist.
00:29:39: Inzwischen habe ich das Gefühl, dass es schon irgendwie jedes Jahr mehrere Fälle gibt.
00:29:44: Das liegt zum einen daran, dass die Halbleiterindustrie gemeinsam mit ganz vielen anderen Industrien in den letzten Jahren und Jahrzehnten hochspezialisiert geworden ist und einfach weniger ... Also es gibt weniger Lagerbestände Es gibt weniger Kapazitäten Es gibt wenig Redundanz um im Zweifelsfall etwas zu überbrücken.
00:30:05: Also früher hätte man gesagt, okay wenn jetzt dieser eine Hersteller Probleme hat mit dem Liefern von Leiterplatten.
00:30:12: Naja es gibt noch fünf andere Herstellern die können das auch machen.
00:30:16: in ganz vielen Bereichen im Halbleiterbereich gibt es einen bis drei Hersteler maximal die wahrscheinlich auch noch oft alle die gleichen Zulieferer haben.
00:30:24: Also zum Teil ist es einfach eine Funktion der Struktur, der Halbleiterkette.
00:30:28: Zum anderen ist es aber natürlich auch so dass die geopolitische Situation sich einfach so verändert hat das eben auch auf einmal Exportkontrollen mit rein spielen also zb die Exportkonto in den USA und die Angst davor dass diese Exportkntrollen verstärkt werden sorgt dafür dass China viel mehr halbleiter Equipment kauft.
00:30:50: Das kann dafür sorgen, und auch bereit ist mehr Geld auszugeben.
00:30:53: Das können dafür sorgen dass wir eben zu wenig kurzfristig zumindest Highlighter-Equipment haben Und das es auch zu lange dauern würde oder relativ lang gedauert wird dieses Equipment neu aufzubauen.
00:31:06: weil eben auch die Frage ist lohnt sich das überhaupt?
00:31:09: also Wir wissen alle jetzt gerade baut jeder Chipfabriken.
00:31:13: Wird das in fünf Jahren immer noch so sein?
00:31:16: da sind sich die Firmen alle nicht ganz so sicher.
00:31:18: Deswegen ist das zu einem gewissen Grad, glaube ich schon ein Feature des Systems aktuell, dass auch nicht weggehen wird und wo auch Firmen vor allem auf eine ganz neue Art und Weise über ihre Lieferketten nachdenken müssen.
00:31:33: Wir haben das gesehen bei der Next Peria Krise als auf einmal dann Firmen gesehen haben wir haben das jetzt nicht als super kritisch eingestuft diese Chips weil davon gibt es ja auch andere.
00:31:44: Aber dadurch, dass das irgendwie sechs bis acht Monate dauert, bis diese Chips produziert werden und manche der Backend-Fabriken in China sind, worüber man die Kontrolle verlieren kann.
00:31:55: Kann das trotzdem zu einer zumindest kurzfristigen Krise führen?
00:31:59: Ja, und jetzt ist ja nicht jede Negativ-Meldung gleich eine veritable Krise.
00:32:05: Deshalb lasst uns gerne noch mal auf die beiden Themen einzeln eingehen denn mit unserem Podcast wollen wir auch erreichen dass man eben Quellen zum Beispiel auch kritisch lesen kann und solche Meldungen möglichst objektiv eingeordnet werden können.
00:32:17: bei den Maschinen ist die Lage zunächst ziemlich konkret.
00:32:20: also Computerbase berichtet unter Berufung auf asiatische Quellen von eben den genannten Lieferzeiten von acht zehn bis vierundzwanzig Monaten für bestimmte Frontend Anlagen, wo sich jetzt eben die Lieferzeiten für einzelne Tools teilweise verdoppelt haben.
00:32:34: Also da hat man konkrete Zahlen, man hat eben auch die genannten Unternehmen wirklich belegt bei dem Wirtartikel den wir verlinken.
00:32:42: Da ist mir aufgefallen das wird Elektronik natürlich selbst auch Anbieter von Leiterplatten isst.
00:32:47: Wir haben deshalb mal geprüft ob auch andere Quellen von solchen Engpässen berichten und tatsächlich gibt es seit Juni internationale Meldungen über knappe Glasgewebe und Kupferfolien sowie Kapazitäten Verschiebungen zugunsten von KI-Anwendungen.
00:33:01: Das ist ja auch ein Prinzip, was wir auch schon häufiger gesprochen haben, dass also durch die enorme Marktmacht von KI sich dann natürlich auch die Lieferbeziehungen mit den Lieferanten verändern.
00:33:12: Aber trotzdem würde mich jetzt noch mal von deiner Seite interessieren du hast dir beide Meldungen genau angeschaut wie groß das Potenzial für echte Engpässe?
00:33:20: bei Maschinen auch langfristig und Equipment einerseits, dann eben bei den Leiterplattenmaterialien andererseits.
00:33:27: Ich würde sagen es gibt definitiv sehr starke qualitative Unterschiede.
00:33:32: Bei den Maschinnen erwarte ich ehrlich gesagt echte Engpässe oder zumindest Lieferzeiten die sich noch verlängern einfach weil Maschine brauchen immer relativ lange umgebaut zu werden.
00:33:44: das bedeutet wenn aktuell keine Maschinen auf Lager sind, dann wird es einfach immer länger und länger dauern.
00:33:53: Insbesondere weil diese Maschienen sehr oft viele verschiedene Komponenten integrieren müssen.
00:33:59: Und wenn eine dieser Komponenten aus irgendwelchen Gründen fehlt ist das ein Problem.
00:34:03: Leiterplatten sind deutlich einfacher aufgebaut und diese Materialien könnte man auch von woanders bekommen.
00:34:12: Bei Leiterplatten ist das Risiko tatsächlich viel eher, dass sie geopolitisch verwendet werden weil schon vor zwei drei Jahren haben wir immer mehr gehört von europäischen Leiterplattenherstellern, dass die Probleme mit Konkurrenz aus China haben könnten oder immer mehr haben.
00:34:28: Und da, wo die Komponenten aus China kommen, haben wir eben gesehen das China durchaus bereit war gegenüber Japan zum Beispiel Exportkontrollen auf bestimmte Komponente zu verhängen.
00:34:39: Das würde dann nicht unbedingt bedeuten dass das eine wirkliche Knappheit ist weil man kann ja weiterhin chinesische Leiterplatten kaufen.
00:34:45: aber für europäische Firmen und für die Europäische Souveränität könnte das sehr wichtig sein bei Highband with Memory Speicher, weil eben die großen Firmen ganz viel ihrer Kapazität umwidmen.
00:35:01: zu Highband with Memory.
00:35:02: So dass zum Beispiel Apple sagt wir haben Probleme speichernormale Speicherchips zu kaufen ist es zum gewissen Grad weniger abhängig von einer akuten geopolitischen Aktion eines Landes, sondern es ist wirklich so dass das eben sowie Maschinen da passt Nachfrage und Angebot momentan nicht zusammen.
00:35:23: Und das ist nichts wo man innerhalb von drei Monaten neues Angebot aufbauen kann.
00:35:27: Das sind beides Prozesse die extrem kapitalintensiv sind Wo das Aufbau einer neuen Fabrik zum Beispiel für diese Maschine eher in Jahren als in Monaten gemessen wird und wo deswegen Möglichkeit das Angebot zu erhöhen, einfach kurzfristig gar nicht so hoch ist.
00:35:46: Siehst du da dass China auch langfristig über diesen Weg eben ganz gezielt auch Abhängigkeiten schafft?
00:35:52: Also ich meine wir haben das ja im Automobilmarkt wo man sagt okay über eine krasse Preispolitik über Subventionen und auch über viele Produkte die schon fertig zur Auslieferung sind, schafft man da Abhängigkeiten.
00:36:06: Dass das eben auch in Bereichen passiert wo europäische Unternehmen sich denn auch wirklich überlegen müssen okay wollen wir das ja.
00:36:14: also Speicher ist das eine aber auch Maschinen Equipment da gehört dann auch Wartung dazu da gehören Daten dazu.
00:36:20: siehst du da langfristig ein Problem?
00:36:22: Ja also langfristige und tatsächlich auch schon mittelfristig und kurzfristig sehen wir dass chinesische Unternehmen dadurch dass die ganz oft keine Profite machen müssen gerade in diesen Technologien, die die Partei definiert hat als das sind kritische Technologin einfach auf den Markt kommen können und sozusagen etwas verkaufen können dass viel viel günstiger ist.
00:36:43: Und das kann tatsächlich dafür sorgen, dass europäische Mitbewerber einfach aus dem Markt Das ist in der Vergangenheit bei ganz vielen verschiedenen Produkten schon passiert, wo europäische Mitbewerber immer mehr aus dem Markt gegangen sind.
00:36:56: Und sobald dann diese Abhängigkeit existiert kann man die eben auch ausnutzen und China ist da wirklich sehr bereit die Auszunutzen.
00:37:03: wir haben das jetzt gesehen mit den seltenen Erden.
00:37:05: es gab früher durchaus europäische amerikanische Firmen, die eben seltene Erden hergestellt und vor allem auch prozessiert haben.
00:37:15: Die sind aber alle vom Markt gedrängt worden dadurch dass es aus China viel günstiger kam.
00:37:21: Wir wissen sogar, dass China zum Beispiel in bestimmten Situationen wenn dann eine europäische Initiative gestartet wurde und man kurz davor war sozusagen das wirklich etwas anzubieten.
00:37:31: Auf einmal sind die Weltmarktpreise extrem gesunken weil China es deutlich günstiger angeboten hat so dass sich wieder nicht mehr gelohnt hat.
00:37:38: also das ist schon eine wirklich geplante Strategie wo eben das Land auch in der Lage ist diese Endpässe die zum Teil gar nicht aus China kommen sondern von KI und von Firmen die vielleicht nicht so gut geplant haben oder von Dingen, die Menschen überrascht haben.
00:37:53: Denn auch einfach ausnutzen kann!
00:37:55: Ja, und jetzt noch mal zurück zu den News.
00:37:57: Gibt es einen generellen Tipp wie man solche News besser einschätzen kann?
00:38:02: Also gibt es bestimmte Merkmale an denen man erkennt dass eine Meldung tatsächlich ein strukturelles Problem beinhaltet oder das sie eben einfach nur in einem bestimmten Trend aufgreift oder vielleicht auch mit einer Paniküberschrift jetzt um Leser wirbt?
00:38:18: Das funktioniert ja grundsätzlich sehr gut!
00:38:20: Ja, auf jeden Fall.
00:38:22: Was ich immer versuche ist zum einen zu schauen gibt es verschiedene Quellen und auch gibt es verschiedenen Quellen aus verschiedenen Ländern gerade in der Halbleiterindustrie.
00:38:31: die is so international vernetzt dass es ungewöhnlich wäre wenn ein Trend nur in einem Land auffallen würde.
00:38:36: dann könnte man vielleicht glauben okay vielleicht ist das eher jetzt von einer Firma getrieben oder von sowas.
00:38:42: was ich eben auch schaue ist wie Inwiefern werden diese Trends auch in Branchenmagazinen erwähnt?
00:38:51: Also ganz oft sind so große Headlines, die dann irgendwie auch im Mainstreampresse, wenn man so möchte kommt.
00:38:57: Also in Presse, die nicht hauptsächlich sich mit Halbleitern oder sich mit Elektronik beschäftigt.
00:39:02: aber inwiefern wird das dann auch in Elektronika-Magazinen zum Beispiel erwähnend?
00:39:08: In diesen Elektronica-Magacinen wird es dann direkt eingeordnet.
00:39:11: Und da kommen dann oft auch Expertin und nicht nur Firmenvertreter zu Wort, wo man eben dann auch weiß okay das ist aktuell... Das ist der aktuelle Stand!
00:39:21: Und das ist, wo wir aktuell glauben dass wirklich ein Problem ist.
00:39:26: Wir haben aber aus meiner Sicht nicht nur mit den News sondern auch ganz generell das Problem Dass wir keine zuverlässige Übersicht haben und Aus meiner Sicht hat die auch keine deutsche Regierung Was denn die Knackpunkte sind, wo wir dann genau schauen müssten?
00:39:44: Das Chips-Office der Regierung versucht das jetzt mehr aufzubauen.
00:39:48: Aber da sind wir noch sehr am Anfang und das würde natürlich auch sehr helfen wenn man einfach insgesamt mehr Überblick über die Lieferkette als Ganzes hat weil man dann viel schneller einschätzen kann wie realistisch ist diese eine Meldung
00:40:03: Ja, und das sieht man ja oft auch von China und den Maßnahmen.
00:40:06: Dass die eben ganz genau wissen welche Technologie, welche Rolle spielt und dann ganz gezielt eben auch entsprechende Maßnahmen machen.
00:40:13: Das geht natürlich nicht wenn man vorher nicht weiß was ist wirklich wichtig wo sitzen die Hebel?
00:40:17: Und dann kommen wir zu unserer ersten kurze News und können sogar noch mal einen kleinen Bogen zur ersten News schlagen denn dort ging es ja darum wie eng die USA, Technologie und nationale Sicherheit inzwischen zusammen denken oder... Nicht inzwischen, also zusammen denken muss man eigentlich sagen.
00:40:31: Und das spielt auch ein bisschen in der nächsten News in der Rolle.
00:40:34: Denn der US-amerikanische Mikroelektronik Spezialist Micros Components übernimmt AIM-Tag aus Berlin.
00:40:41: AIM Tag sitzt mit Advanced Packaging Test und Integration in einem zunehmend strategischen Teil der Halbleiter Wertschöpfungskette und verfügt über Rheinraumkapazitäten an verschiedenen Standorten Deutschland und in den USA.
00:40:56: Micros wiederum ist stark in den Bereichen Aerospace, Defense & Space und will mit der Übernahme seine europäische Fertigungsbasis ausbauen und ausdrücklich auch die Europäische Verteidigungsindustrie besser bedienen.
00:41:11: Der Abschluss ist für die zweite Jahreshälfte, zwanzig sechsundzwanzig vorgesehen steht noch unter regulatorischen Vorbehalten und wäre für Micros tatsächlich der Einstieg in den europäischen Markt.
00:41:22: Ist das für dich gerade mit Blick auf die Resilienz auch der europäischen Halbleiterindustrie jetzt eher eine gute oder eher eine schlechte Nachricht?
00:41:32: Aus meiner Sicht ist es sowohl eine gute als auch ein schlechter Nachricht.
00:41:36: Die gute Nachricht für mich, die da drin ist, dass eine amerikanische Firma die europäische Verteidigungsindustrie als so wichtig ansieht, dass sie eben sagt, das ist der Grund warum wir das übernehmen.
00:41:52: Wir haben ja in der Vergangenheit auch schon häufig andere Anfälligungen gesehen, wo es dann eher darum ging.
00:41:57: Wir übernehmen das nur im Anfangszeichen für die Produktionskapazität oder für die Technologie.
00:42:02: aber eben dass sie offensichtlich eine große Nachfrage erwarten ist aus meiner Sicht schon gut für den europäischen Standort.
00:42:09: weil eines der großen Probleme das Halbleiterfirmen uns auch immer berichten ist eben dass Sie keine sichere Nachfrage bekommen und deswegen manchmal Probleme haben in Europa aufzubauen.
00:42:19: also zum einen wird ja noch entschieden, ob das überhaupt durchkommt.
00:42:22: Aus meiner Sicht sollte dabei hauptsächlich mitspielen.
00:42:27: zum einen inwiefern kann die deutsche Regierung sicherstellen dass die Produktionskapazitäten in Europa bleiben und dass auch Produktions Kapazitäten so aufgebaut werden, dass sie nicht davon abhängig sind, dass man die amerikanischen Produktions kapazitäten hat.
00:42:46: Das ist aus meiner Sicht momentan der Wichtigste Aspekt der solche Entscheidungen auch wirklich.
00:42:54: beeinflussen sollte.
00:42:55: Bei den USA speziell, die USA ist ein Rechtsstaat das bedeutet nur weil eine Firma einer amerikanischen Firma gehört ist da für mich jetzt kein extrem großes Risiko dabei so lange es nicht um Datenflüsse und so weiter geht.
00:43:08: aber wenn es jetzt darum geht was wir in der Vergangenheit oft gesehen haben dass dann eben diese Firma anfängt den europäischen Standort zu verkleinern und mehr in den USA zu produzieren das wäre natürlich ein richtiges Risiko
00:43:22: Absolut.
00:43:22: In unserer zweiten Kurz-News geht's um das Quanten Computing.
00:43:27: mal wieder, IBM hat am neunzehnten August einen wichtigen Schritt gezeigt, um Quantencomputer künftig deutlich größer bauen zu können also... Stichwort Skalierung.
00:43:36: Das Problem ist ja, die Quantenchips von IBM müssen auf Temperaturen nach dem absoluten Nullpunkt heruntergekühlt werden und bislang sitzen solche Prozessoren im Wesentlichen in einzelnen abgeschlossenen Kühlsysteme.
00:43:48: IBM hat jetzt aber erstmals zwei neu entwickelte modulare Kühleinheiten miteinander verbunden.
00:43:53: über speziell gekühlte Verbindungen Also das ist wie eine Art Tunnel, sollen künftig mehrere Quantenchips miteinander arbeiten können ohne dass sie eben diese extrem kalte Umgebung verlassen.
00:44:06: müssen.
00:44:07: Und es soll perspektivisch ziemlich groß werden, also einzelne dieser Module sollen tausende Cubits aufnehmen können und mehrere Module miteinander verbunden werden.
00:44:17: Für twenty-seven und zwanzig sieht IBM's Roadmap bereits Systeme mit bis zu einen Tausend Achtzig Cubits vor und langfristig ist die neue Architektur ein Baustein auf dem Weg zur Starling IBMs für zweizehnundzwanzig geplanten federtoleranten Quantencomputer.
00:44:31: Und da musste ich jetzt so ein bisschen an unserer Diskussion über KI Hardware denken.
00:44:35: auch dort reicht es ja längst nicht mehr nur auf den einzelnen Chip zu schauen, sondern entscheidend ist eben wie Prozessorspeicher-, Interconnects- und das gesamte System zusammenarbeiten.
00:44:44: Sehen wir da beim Quantencomputing gerade einen ähnlichen Entwicklungstrend also auch hier das Gesamtsystem immer wichtiger als der einzelne Chip?
00:44:53: Und mich würde natürlich auch deine Meinung interessieren, als wie bedeutend du das was IBM jetzt gezeigt hast einschätzt!
00:45:00: Diese Parallele kann man auf jeden Fall ziehen.
00:45:03: Also wir sehen schon bei KI,
00:45:05: dass
00:45:06: mehr Leistung eben nicht vom nächsten schnelleren Prozessor kommt sondern das Gesamtsystem.
00:45:12: wie löse ich all die Probleme drum herum?
00:45:15: auch weil man nicht unbedingt mehr auf einen Chip pressen kann?
00:45:19: Bei Quantencomputing ist es ähnlich und vielleicht sogar noch stärker als Problem dadurch Cubits eben auch das Potenzial haben, miteinander zu interferieren.
00:45:30: Also wenn die zu nahe aneinander sind dann werden sie sich gegenseitig so beeinflussen dass es womöglich nicht stabil ist.
00:45:38: Deswegen kann man nicht immer einfach nicht immer nur mehr Cubits auf einen einzelnen Quantenchip packen.
00:45:44: Irgendwann muss man Prozessoren miteinander verbinden und das ist im Quantenbereich tatsächlich sehr komplex weil eben diese weil es eben eigentlich die Notwendigkeit gibt, zumindest bei den Quantencomputern an denen IBM baut.
00:46:00: Dass das System die ganze Zeit gekühlt ist und sobald irgendein Teil nicht mehr gekühled ist unter anderem der Datenfluss dazwischen würde das dazu führen dass der QBIT seinen Status verliert also alles vergisst was es vorher wusste.
00:46:14: Das funktioniert natürlich nicht Und deswegen wird die Infrastruktur zwischen diesen Chips genauso wichtig.
00:46:21: Jetzt ist das eher eine Proof of Concept, wenn man so möchte.
00:46:24: Also Sie haben gezeigt wir können das mit zwei machen.
00:46:27: Das mit zwei zu machen ist jetzt noch nicht superrelevant ehrlich gesagt aber es wird halt sehr wichtig und zeigt eben, dass diese modulare Architektur funktioniert.
00:46:39: Und das erlaubt IBM dann auch nicht nur die Hardware dazu zu bauen sondern auf die Software dazuzubauen.
00:46:45: Also natürlich muss sich auch die Software verändern wenn ich auf einmal nicht alle Chips gemeinsam, alle Cubits gemeinsam auf einem Chip habe, sondern sie eben anders verbindet.
00:46:54: Deswegen ist es so wichtig dafür, das Quantencomputer vielleicht irgendwann mal in größere Dimensionen wachsen und irgendwann mal auch wirklich nützlich sind.
00:47:05: Bisher sind wir ja in einer Welt, in der Quantencomputer super spannend sind aber wir haben jetzt keine Beispiele von Entwicklungen die nur mit Quantenkomputern möglich wären weil diese Quanten Computer so klein sind gerade im Vergleich zu anderen High Performance Computern.
00:47:21: Ja, und bei der dritten Kurz-News gehen wir mal kurz ins Ausland.
00:47:25: Und zwar nach Malaysia aber nicht ganz!
00:47:27: Denn die hat auch einen Dresdenbezug.
00:47:29: Enix Pesemiconductors hat bereits am zwölften August den Ausbau seines Assembly & Teststandorts in Peterling Jaya... Ist das richtig ausgesprochen?
00:47:38: Du weißt das bestimmt
00:47:38: oder?!
00:47:40: Ich hätte jetzt
00:47:41: Jaya gesagt, aber ich weiß es nicht.
00:47:42: Dann einigen wir uns auf Jaya und für uns natürlich besonders relevant.
00:47:46: NXP hält gemeinsam mit Bosch & Infinion jeweils zehn Prozent an ISMC in Dresden, die übrigens siebzig Prozent gehören TSMC und in Malaysia kommen jetzt rund sechsundvierzichtausendfünfhundert Quadratmeter neue Produktionsfläche hinzu.
00:48:02: Die Produktion soll im ersten Quartal zwanzigachtundzwanzig hochgefahren werden und bei Vollauslastung soll sich der Output des Standortes dann mehr als verdoppeln.
00:48:11: PayPal baut damit ganz gezielt seine eigene Kapazitäten für Assembly und Test aus, also für die Arbeitsschritte, die quasi nach der eigentlichen Wellverfertigung kommen.
00:48:22: Und diese zusätzlichen Kapaziten sollen auch das erwartete Produktionsvolumen der beiden neuen Foundry Joint Ventures WSMC in Singapur und ESMC in Dresden unterstützen.
00:48:33: Das passt vom Timing dann eigentlich ganz gut oder?
00:48:36: Auf jeden Fall!
00:48:38: Der Plan ist, dass das im ersten Quartal mit dem Produktions-Wuchlauf beginnt.
00:48:44: Es gab sogar schon eine kleine Verschiebung.
00:48:46: Ursprünglich war noch ein Produktionsstaat bis Ende des Jahrhunderts und siebenundzwanzig geplant worden.
00:48:51: Diese Verschiebenen sind relativ normal.
00:48:53: Das passiert halt wenn man so was baut – relativ oft!
00:48:55: Bei ESMC ist die Zeitschiene nahezu parallel.
00:48:58: Das weißt du wahrscheinlich sogar noch besser als ich.
00:49:01: dass sie eben den Tool in twenty-seven und zwanzig planen, also wo die ganzen Maschinen in die Fabrik kommen.
00:49:08: Um dann dem Beginn der Produktion zwei tausend achtundzwanzig zu planen.
00:49:12: Das passt also sehr gut zusammen und ist aber nicht nur für diese Kapazität gedacht.
00:49:21: NXP baut das auch einfach auf weil Sie als Firma mehr Backend Kapazitäten brauchen.
00:49:28: Manche würden vielleicht sogar sagen, mehr Backend-Kapazität außerhalb von China.
00:49:32: Ja und jetzt ist Backend ja grundsätzlich ein bottleneck, haben wir auch schon mehrfach drüber gesprochen.
00:49:37: Gibt es in Europa ... Also gibt's ja mehrere Standorte von NXP auch in Europa, auch in Deutschland aber keiner von denen is'n Backendstandort wenn ich richtig informiert bin oder?
00:49:48: Genau,
00:49:48: keiner is' ein dedizierter Backend standort.
00:49:50: Es gibt einen Standort der auch back end macht Aber nur für eine ganz bestimmte Art von im Prinzip RFID-Tags, wo sie eben die Integration des RFID Tags im Chip machen.
00:50:06: Das ist eine Art von Packaging auch aber da kann man nicht einfach so andere Chips hinsenden um da backend zu machen.
00:50:14: Und jetzt haben wir ja, du hast vorhin die Next Period-Krise angesprochen.
00:50:17: Auch da haben wir gemerkt wie wichtig eben die Zusammenarbeit und vor allem die störungsfreie Zusammenarbeit zwischen Frontend & Backend ist.
00:50:25: insofern ist das natürlich für ISMC super da einen verlässlichen Partner zu haben.
00:50:29: nicht ganz klar wann.
00:50:30: mit die Kapazitäten das weiß ich aber nicht ob du das beantworten kannst.
00:50:33: also denkst du dass Das reicht, also dass die Kapazitäten, die NXP ausbaut in Malaysia für die prozessierten Wifers, die hier aus der Fertigung in Dresden kommen komplett da zu bearbeiten?
00:50:49: Also von den Kapaziten her weiß ich das tatsächlich nicht.
00:50:53: Es wird aber auf keinen Fall von den Arten der Chips passen.
00:51:00: Produktion auf, um NXP-Chips – also NXPDesignte-Cips, die auch von ISMC produziert werden können zu Packaging.
00:51:12: Und für andere Kunden von ISMCs ist das dann sozusagen nicht der Fall?
00:51:16: Also braucht ISMC mehrere Back and Parties?
00:51:18: Genau!
00:51:19: Alles klar.
00:51:20: Gut, dann werden wir es weiter verfolgen... Und damit sind wir schon fast am Ende dieser Folge.
00:51:25: Wir haben seit letzter Woche eine neue Kategorie, damit überfalle ich jetzt ein kleines bisschen ... Denn ja, ich hab das letzte Woche schon gesagt, wir holen ja selber unsere Informationen aus ganz verschiedenen Quellen und wir haben heute auch schon über die Notwendigkeit von guten Quellen gesprochen.
00:51:41: Deshalb also ihr bei Merrick seid natürlich einer dieser guten Quelle aber vielleicht hast du ja noch einen anderen, eine andere tolle Quelle, die du unseren Hörerinnen Sondern im Halbleiter-Kontext empfehlen kannst, bei der du dich auch entweder gerne informierst.
00:51:57: Weil die Informationen top aktuell sind oder weil sie eben super aufbereitet sind.
00:52:01: also alles ist möglich.
00:52:02: hast du da einen Influencer der Woche?
00:52:04: Ja sehr gerne.
00:52:06: tatsächlich ist das... Also der YouTube Video und ich glaube dass es auch ein Substack zumindest in Newsletter heißt Asianometry.
00:52:14: Das ist ein Influencer der Deep Dives macht.
00:52:18: Ein Großteil über die Halbleiterindustrie, er selbst isst in Taiwan und spricht deswegen halt auch viel über neue Halbleitertechnologien in einer Art und Weise, wie verständlich es auch für Menschen, die nicht dreißig Jahre in der Halbleite Industrie gearbeitet haben und sozusagen sich da sehr gut auskennen aber wirklich auch fundiert.
00:52:42: Es ist nicht nur Heitleiter, es ist eher so was ihnen interessiert.
00:52:46: Also manchmal ist es dann auch woher kommt die Energie?
00:52:50: die irgendwie die Fabriken brauchen und das finde ich einfach super spannend auch als etwas, dass eher so ein bisschen kurzweilig ist.
00:52:57: Also das ist nicht so... Das ist auch informativ sehr, sehr informativ.
00:53:01: aber das ist auch was, dass ich manchmal wenn ich zu Hause bin und zum Beispiel in meiner Wohnung aufräume oder sowas, dass sich das eben anmache und dann nebenbei schaue weil es wirklich auch so kurzweillig ist, dass es wirklich spannend ist und es nicht unbedingt nur meine Arbeit betrifft.
00:53:18: Und das ist ja auch super wichtig, dass einfach auch gute Inhalte und wichtige Inhalten so verpackt werden, dass man sie einfach gerne anhört und dass man gut folgen kann.
00:53:29: Ganz großer Teil unserer Transferarbeit ... einfach Dinge zu erklären, die sich vielleicht so von allein nicht gut erklären würden.
00:53:37: Ja und dann bleibt uns ganz zum Schluss noch der Blick auf die nächste Woche... Ich würde das jetzt mal ein bisschen ausweiten weil ich natürlich auch daran interessiert bin was du so spannendest im Kalender hast.
00:53:46: da geht es jetzt um Events an denen du selber teilnimmst aber vielleicht auch Event-Tipps die du so hast.
00:53:52: worauf sollte man da sein Auge werfen?
00:53:55: Also ich selbst werde im Oktober an der Oxford Semiconductor Industry Conference teilnehmen, die sehr spannend ist auch deswegen weil eben in Oxford und in den UK ein großes Design-Ökosystem ist.
00:54:15: Und da auch Leute also Menschen aus der ganzen Welt kommen und da freue ich mich auf jeden Fall total drauf dass andere.
00:54:23: wo ich im Oktober teilnehmen werde ist Nvidia's State of AI Conference, die dieses Jahr auch in Berlin stattfindet.
00:54:32: Wo Jensen Huang auch sozusagen vorstellt was Nvidia glaubt das eben im KI-Bereich in den nächsten Monaten Jahren sehr wichtig wird und wo auch vor allem in der Berliner Konferenz ganz viele lokale Startups, lokale Firmen, lokaler Partner von Nvidia sein werden und sich austauschen können.
00:54:53: Das klingt sehr, sehr spannend.
00:54:54: Ich hab auch noch einen kleinen Tipp.
00:54:56: der betrifft tatsächlich die nächste Woche und zwar findet am sechsohnzwanzigsten August unsere Afterworks Summer Lounge im Ostra Beach in Dresden statt.
00:55:04: da gibt's auch noch Tickets und wer schon mal da war der weiß es ist eine ganz tolle.
00:55:09: also is ne ganz toller Möglichkeit sich einfach inner wirklich und man sagt das immer so ja entspannte Atmosphäre aber es ist einfach wirklich total schön alle sind gut gelaunt alles sind gut drauf.
00:55:18: Am Ende ist das natürlich auch fürs Business Gut.
00:55:20: Aber ein erster Linie gehts darum sich auszutauschen sich miteinander zu unterhalten.
00:55:24: Spiele gibt es immer und lecker essen und trinken, also wenn ihr da dabei sein wollt schaut einfach mal auf der Website nach.
00:55:31: Es gibt wie gesagt noch Tickets für Mitglieder und auch nicht-Mitglieder.
00:55:35: ist das offen!
00:55:36: Ja und dann war's das für diese Ausgabe von What's Chippening.
00:55:41: Antonia ich danke dir ganz herzlich nochmal dass du dir so spontan und zwar ja wirklich spontan als ich habe dich echt überfallen gestern die Zeit genommen hast dass du auch so fundiert Auskunft gegeben hast.
00:55:52: da waren wirklich ganz, ganz viele sehr, sehr interessante Aspekte dabei.
00:55:58: Vielen Dank dafür!
00:55:59: Ich bin sehr gespannt auf eure Reaktionen.
00:56:02: wie immer der Aufruf euch uns euren Meinung an Redaktion at Silicon-Saxony.de zu schicken und natürlich die Bitte unseren Podcasts auf der Plattform Eurer Wahl entweder zu abonnieren oder und zu bewerten und diese Folge in eurem Netzwerk weiterzuleiten Insbesondere auch an alle, die sich für China und geopolitische Themen interessieren.
00:56:28: Wird das sehr spannend sein?
00:56:30: Vielen Dank wie immer auch an Matthias und C-Ninzig für die Post-Production, die das heute noch in aller Kürze für uns schneiden werden.
00:56:37: Denn die Folge soll ja heute noch live gehen!
00:56:39: Und dann Antonia nochmal ganz herzliches Dankeschön und ich wünsche dir noch einen schönen Tag und ein schönes Wochenende schon mal.
00:56:45: Vielen
00:56:46: Dank für die Einladung, dir auch einen schöner Tag und gute Besserung.
00:56:50: Ja, danke schön.
00:56:52: Ich hoffe dir hat es auch ein bisschen Spaß gemacht!
00:56:53: Ja
00:56:54: war super spannend und interessant ist immer super wenn ich nicht nur China machen kann.
00:56:59: Sehr gern jederzeit wieder wenn du Lust hast und bis dahin ciao Ciao.
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